Autor: Simon Meier-Vieracker (Seite 1 von 5)

Die Sprache der Geistersaison

Zum sog. Re-Start der Bundesliga nach der Corona-Pause Mitte Mai 2020 habe ich am Abend nach den Samstagsspielen eine ganz rasche Blitzanalyse der Liveberichterstattung gemacht. Mich hatte interessiert, ob und wie über Geisterspiele anders berichtet wird als gewöhnlich. Inzwischen ist die ganze Geistersaison absolviert. Der FC Bayern ist der erste und vermutlich auch letzte Geistermeister der Geschichte, und ich möchte meine Analyse von damals komplettieren.

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Ein Streifzug durch die Sprache des Fußballs

An der Dresdner Langen Nacht der Wissenschaften 2020 hätte ich eigentlich einen Vortrag halten sollen zum Thema „Das Runde muss ins Eckige – Ein Streifzug durch die Sprache des Fußballs“. Geplant war ein launiger und interaktiver Vortrag mit anschließender Livedemonstration automatisierter Textgenerierung. Da aber die Lange Nacht coronabedingt ausfällt, habe ich den Vortrag in abgeänderter Form als YouTube-Video eingesprochen und gebe ihn ins Programm des Digitaltags 2020. Voilà, viel Spaß!

Die Sprache der Geisterspiele

Im Vorfeld der ersten Geisterspiele nach dem sogenannten Re-Start der Bundesliga habe ich mich gefragt, wie die Fußballberichterstattung über diese Spiele wohl aussehen würde. Wie würden die Livekommentator*innen, die Liveticker- und Spielberichtsautor*innen das Fußballspektakel inszenieren, wenn doch ohne Fans im Stadion zunächst einmal wenig Spektakel geboten wird. Wie würde es ihnen gelingen, Emotionen zu erzeugen, wenn auch die Spieler auf dem Rasen gehalten sind, sich etwa beim Torjubel merklich zurückzuhalten?

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H****sohn. Ein linguistischer Kommentar

Eine Debatte um Schmähungen und Beleidigungen bestimmt den Fußballdiskurs dieser Tage. Aber nicht oder nicht primär eine Debatte um rassistische, sexistische, homophobe und andere diskriminierende Beschimpfungen, sondern um Schmähplakate und -spruchbänder, die am Wochenende gleich in mehreren Stadien zu sehen waren und einiges an Wirbel einschließlich Spielunterbrechungen verursacht haben. Da es sich bei den hier diskutierten Schmähungen immerhin um sprachliche Äußerungen handelt, nehme ich es mir heraus, den vielen guten Wortmeldungen noch einen Kommentar aus spezifisch linguistischer Sicht hinzuzufügen.

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Die Spieler des Spiels

Üblicherweise wird nach Fußballspielen ein*e Spieler*in als Player of the Game oder, wenigstens im Herrenfußball, als Man of the Match ausgezeichnet. Das macht die FIFA bei Großturnieren und vergibt dafür auch eine kleine Trophäe (aus Plexiglas, meine ich), das macht aber auch der kicker in seinen Spielberichten. Auf kicker.de lassen sich bis zur Bundesliga-Saison 1998-99 die jeweiligen Spieler des Spiels einsehen. Bis zur Saison 2018-19 wurde die Kür auch noch mit ein oder zwei Sätzen begründet – ein Fall für die Fußballlinguistik also.

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Zotero-Group „fussballlinguistik“

Ein segenbringendes Programm ist Zotero, ein komplett kostenloses und plattformunabhängiges Literaturverwaltungstool, das von einer Schar idealistischer Nerds (weiter-)entwickelt wird. Nicht die hübscheste Oberfläche, nicht die allereinfachste Bedienung, aber was soll’s. Es ist mir ein Rätsel, wie man ohne ein Tool wie Zotero arbeiten kann, und sei es nur zur Verwaltung der vielen pdfs, die wir alle auf unseren Festplatten anhäufen.

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Sentiment-Analyse von Einzelkritiken

Ein vor allem in der Social Media Forschung vielerprobtes Text Mining Verfahren ist die sogenannte Sentiment-Analyse. Dabei sollen Texte möglichst automatisiert auf die in ihnen ausgedrückten Stimmungen, Haltungen oder auch Emotionen ausgewertet werden. Unternehmen nutzen dieses Verfahren gerne (oder lassen es sich gerne von anderen Unternehmen verkaufen), um z.B. zu erfahren, ob sich die Twittersphäre eher positiv oder eher negativ über ihre Produkte äußern.

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Krisen und Katastrophen im Fußball

Krisen und Katastrophen – im Gegensatz zur normalen Welt da draußen sind das im Fußball ganz normale, absolut erwartbare, ja geradezu alltägliche Ereignisse. Zumindest wenn man den Akteur*innen wie Spieler*innen, Trainer*innen und auch den berichtenden Journalist*innen glauben mag. Bekanntlich können schon zwei sieglose Spiele der Bayern ausreichen und schon stecken sie in einer handfesten Krise. Und ein frühes Gegentor kann auch dann eine Katastrophe sein, wenn man das Spiel noch erfolgreich drehen kann.

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