Schlagwort: Lexik

Sentiment-Analyse von Einzelkritiken

Ein vor allem in der Social Media Forschung vielerprobtes Text Mining Verfahren ist die sogenannte Sentiment-Analyse. Dabei sollen Texte möglichst automatisiert auf die in ihnen ausgedrückten Stimmungen, Haltungen oder auch Emotionen ausgewertet werden. Unternehmen nutzen dieses Verfahren gerne (oder lassen es sich gerne von anderen Unternehmen verkaufen), um z.B. zu erfahren, ob sich die Twittersphäre eher positiv oder eher negativ über ihre Produkte äußern.

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…sagte/flachste/unkte Tuchel – redesignalisierende Verben im Sprachvergleich

Auf der Seite weltfussball.de finden sich nicht nur die (zumindest unter den auf klassische Berichterstattung abzielenden Anbietern) besten Liveticker, sondern auch Unmengen von Newsmeldungen zu allen möglichen Ligen dieser Welt. Und das Unternehmen im Hintergrund, die HEIM:SPIEL Medien GmbH betreibt auch noch alle möglichen länderspezifischen Varianten wie z.B. die auf den Schweizer Fussball spezialisierte Seite weltfussball.com oder die englische Seite worldfootball.net mit ebenfalls unzähligen Newsmeldungen. Eine tolle Ressource also für sprach(raum)vergleichende Analysen!

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Der fachsprachliche Werkzeugkasten von spielverlagerung.de – Eine Inventur

Wer sich umfassend und detailreich über Fußballtaktik in ihrer ganzen Komplexität informieren möchte, der lese die Taktikanalysen von spielverlagerung.de. Und wem die „drischt die Kugel beherzt in den Winkel“-Diktion der Mainstream-Fußballpresse zu wenig differenziert ist, für den gilt dasselbe. Differenziertheit in den Beschreibungen und den Urteilen ist ganz sicher eine der obersten Maximen der SV-Autoren, was man nicht zuletzt an der neulich hier von mir zusammengestellten, unfassbar feingliedrigen Rollentaxonomie ersehen kann, die über die Jahre entwickelt wurde.

Das gefällt nicht jedem und muss es auch nicht. Zu kompliziert, zu nerdig, zu oberlehrerhaft sei das ganze. Was mir dagegen gefällt, ist die Reflektiertheit und, ha! Differenziertheit, mit der sich etwa der spielverlagerung-Gründer Tobias Escher – übrigens ausgebildeter Linguist – über die Funktionalität und den Adressatenzuschnitt des fachsprachlichen Registers geäußert hat, auch wenn er es so nicht genannt hat. Die Taktikanalysen richten sich eben nicht an alle, sondern an die, die ein Interesse an präzisen und fachlich korrekten Beschreibungen haben. Und neben den Grafiken sind nunmal sprachliche Beschreibungen das wichtigste Instrumentarium der Taktikanalysen, das dementsprechend gut präpariert sein will.

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Wer macht hier das Spiel?

Auftragsforschung galore! Über Twitter erreicht mich eine Anfrage von Eiserne Ketten, einem Taktikblog über den FC Union Berlin: Ob ich Daten über die Verwendungshäufigkeiten von „spielbestimmend“ und „das Spiel machen“ hätte. Habe ich natürlich, aber was wollen die Eisernen Ketten genau wissen? Ich vermute mal, ungefähr so etwas wie seinerzeit beim Ballbesitz, etwas diachrones also, und auf Nachfrage zeigen sie sich auch an den Kontexten interessiert. Na also, da kann ich liefern.

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